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Spieletest
Sacred 2: Fallen Angel
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17.06.2009
Nicole Sauvage
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Acht Monate nach der PC-Version sind im letzten Monat die Xbox 360- und die Playstation 3-Versionen von „Sacred 2: Fallen Angel“ an den Start gegangen. |
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Inhaltlich hat sich nichts geändert: Auch auf den Konsolen wird die Welt Ancaria von der aus der Kontrolle geratenen T-Energie bedroht, die ganze Landstriche verwüstete und Kreaturen und Lebewesen bis zur Unkenntlichkeit mutieren ließ. Der Spieler kann sich wie bereits in der PC-Version für eine Licht- oder für eine Schattenkampagne entscheiden und damit Ancaria entweder vor dem endgültigen Chaos erretten, oder eben auch die Situation für die eigenen Belange ausnutzen… |
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Es stehen sechs verschiedene Helden zur Auswahl, die teils nur in der Licht- oder nur in der Schattenkampagen gespielt werden können, wie z.B. die engelsgleiche „Seraphim“, die als guter Charakter nur die Lichtkampagen wählen kann. Daneben gibt es noch neutrale Charakter, die beide Wege wählen können, wie etwa die „Hochelfe“, die den Magier des Spiels stellt. |
Grafik
Die grafisch schickere Version ist eindeutig auf dem PC heimisch, vorausgesetzt natürlich man verfügt über einen entsprechenden Rechner, der die hohen Einstellungen auch darstellen kann. Die Xbox 360 Variante ist dem gegenüber nicht ganz so pompös und detailreich geworden, aber immer noch sehr gelungen und ansprechend.
Die Ladezeiten halten sich bei einer voll installierten Version in Grenzen, innerhalb der größeren Städte können aber schon mal mehrere Ladevorgänge hintereinander auftreten und damit zum Störfaktor werden. Ein paar Ruckler treten vor allem bei der Darstellung der Magieeffekte von Flächenzaubern auf. |
Unterschiede zur PC-Version
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Da es keinen Mousecursor gibt, mit dem gezielt werden könnte, werden die Gegner automatisch ins Visier genommen. In der Regel funktioniert dies auch ganz gut und es werden die gewünschten Gegner in Blickrichtung des Charakters aufs Korn genommen. Es gibt jedoch ein paar Ausrutscher, bei denen besonders die Fernkämpfer nicht die am nächsten stehenden Gegner anvisieren, sondern möglichst weit dahinter stehende, die bis dahin garantiert noch gar nicht in den Kampf verwickelt waren. Dieser plötzliche Anstieg an gleichzeitig zu bekämpfenden Gegnern kann dann für den Helden schon mal sehr unangenehm werden. |
Auch das Inventar wurde vollkommen umgestaltet und der Bedienung auf der Konsole angepasst. In der typischen Listenform werden die erbeuteten Rüstungsteile, Waffen und Runen aufgeführt. Auf einen Blick können so die vorhandenen Sockel, das Gewicht des Gegenstandes und die Qualität, die hier nicht in Farben, sondern in Sternchen angegeben wird, erfasst werden.
Dabei gibt es verschiedene Kategorien wie „Waffen“, „Rüstung“, „Reliquien“ und „Verschiedenes“, in die Schmuck, Runen, Bücher, Waffen und Rüstungen schön getrennt von einander einsortiert werden. Dadurch ist das Inventar insgesamt übersichtlicher als sein Gegenstück in der PC-Version, zumindest wenn man als Spieler darauf achtet, dass die einzelnen Listen nicht zu lang werden. |
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Regelmäßiges Ausmisten ist aber ohnehin angesagt, denn der Fundus kann auch hier nicht unendlich groß werden: ein Gewichtsbalken am unteren Rand zeigt an, inwieweit die Kapazität des Inventares schon belastet ist. |
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Komplizierter als in der PC-Version hingegen funktioniert der direkte Vergleich von Gegenständen. Um zwei Ausrüstungsteile miteinander vergleichen zu können, wurde die Option „Vergleichen“ eingeführt, mit der man sich zwei Gegenstände „merken“ kann, um dann einfach und schnell zwischen den beiden hin und herschalten zu können. Den direkten Vergleich der Statistiken mittels Pop-up Fenster gibt es hier nicht. |
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Etwas aufpassen muss man auch beim Verkaufen seiner Gegenstände. Kommt man zu einem Händler, werden nicht nur die Gegenstände angezeigt, die man im Gepäck hat, sondern auch diejenigen, die man am Leibe trägt. Diese werden zwar durch ein besonderes Symbol kenntlich gemacht, als schlichtweg unverkäuflich kann man sie aber leider nicht markieren, was dann bei den unvorsichtigen und eiligen Abenteurern im Feld zu einigen bösen Überraschungen führen kann. |
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Die Qualität der einzelnen Teile wird nicht wie vom PC bekannt in unterschiedlichen Farben dargestellt, sondern durch Sternchen. Ein Gegenstand kann maximal 4 Sternchen haben. Der Vorteil dieser Methode ist die Eindeutigkeit, wenn man den Gegenstand bereits in Besitz hat. Großer Nachteil jedoch: Sammelt man während des Spieles einen Gegenstand auf, merkt man nicht gleich, ob es sich um einen 08/15 Gegenstand handelt oder ob man da gerade ein besonderes Item gefunden hat, da alle Gegenstände mit weißer Schrift dargestellt werden. |
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Da es keine Hotbar gibt, auf die man seine Fertigkeiten legen könnte, werden alle anwendbaren Fertigkeiten und Gegenstände auf die beiden Steuerkreuze rechts und links untergebracht. Auf das linke Steuerkreuz sind die Tränke und die Götterfertigkeiten zu Hause, auf dem rechten (den Tasten Y, X, B und A) können die verschiedenen Fertigkeiten (Zaubersprüche, Buffs, Combos oder Kampfkünste) gelegt werden. Die Aktionstasten rechts können dazu mit Hilfe der Schulterbuttons zweifach erweitert werden, so dass am Ende insgesamt 4x4 Schnelltasten zur Verfügung stehen (1x4 links und 3x4 rechts), was mehr als ausreichend ist. |
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Insgesamt ist das Grundkonzept der Steuerung sehr gut von der Bedienung über Maus und Tastatur auf die Bedienung über den Controller umgesetzt worden. Die Elemente sind leicht zu erlernen und gehen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in Fleisch und Blut über. |
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Störend sind allerdings kleine Aussetzer, die beim Auslösen der verschiedenen Aktionen vorkommen können und die so in der PC-Version nicht auftraten: Ab und an leiden die Charakter unter „Ladehemmungen“, wenn eigentlich anwendbare Kampfkünste aus unerfindlichen Gründen einfach nicht ausgelöst werden. |
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Schwierig wird es auch, wenn der Held im Rahmen einer Quest von einen NPC begleitet wird. Der Spieler bekommt hier Informationen über den Gesundheitszustand seines Begleiters nur als HP-Balken über dessen Kopf geliefert und muss dazu mit der nicht gerade intelligenten KI des NPCs klar kommen. Die sorgt dann mal gerne dafür, dass der NPC außer Sichtweite läuft... In der Regel ist man daher recht froh, wenn man die „Unterstützung“ irgendwo wieder abgeliefert hat. |
Multiplayer
Der Multiplayer bietet die Varianten „Kampagne“ und „Freies Spiel“ an, entweder zu zweit an einer Xbox 360 oder online über Xbox Live.
Am einfachsten und unkompliziertesten funktioniert der Multiplayer von zwei Personen an einer Xbox 360. Nötigt sind zwei verschiedene Profile und zwei verschiedene Controller, das Starten der Multiplayersession und die Anmeldung beider Spieler sind in rund einer Minute zu schaffen. Möchte man mit den Items untereinander Handel treiben, sind zwei Silberaccounts (oder höher) notwendig, ansonsten wird kein Account benötigt. Der Blickwinkel stellt sich in dieser Multiplayervariante auf einen Draufblick ein, beide Spieler spielen auf einem Bildschirm (kein Splitscreen!) und können sich daher nicht weit voneinander weg bewegen. |
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Einziger echter Nachteil dieser Multiplayervariante sind die entstehenden Wartezeiten für den zweiten Spieler, wenn der erste seine Punkte verteilen möchte oder sein Inventar aufräumen muss. Für eine schnelle Runde am Abend zu zweit aber trotzdem eine gute Wahl. |
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Die zweite Multiplayervariante ist die über Xbox Live, bei denen bis zu vier Spieler mit je einem Goldaccount miteinander daddeln können, wobei Mischungen (z.B. zwei Spieler an einer Xbox 360, zwei mit je einer eigenen) möglich sind. |
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